Skulpturaufstellung Diese Technik der Familientherapie ist in den 1960er Jahren von Virginia Satir (1916-1988, der „Mutter aller Familientherapien“) entwickelt und seitdem stark erweitert worden. Der Begriff der (Familien-) „Skulptur“ ist der Kunst entnommen und bedeutet in der Therapie die Darstellung eines lebenden Systems. In der Regel ist das die Herkunfts- und/oder Gegenwartsfamilie. Jedes Familiemitglied gestaltet, ähnlich einem Bildhauer, nacheinander sein individuell wahrgenommenes Familienbild mit Hilfe der Mitglieder der eigenen Familie oder durch Stellvertreter. So sollen besonders die emotionalen Beziehungen des Familienverbandes untereinander bewusst verdeutlicht werden. Auch ist es hilfreich, die Darstellung von Nähe und Distanz, Autorität und Unterordnung, grundlegende Konflikte, Regeln sowie verschiedene Kommunikationsformen zu beobachten und zu untersuchen. Die im System verwendeten Metaphern werden erkannt und können mit Bedeutung gefüllt werden. Diese Verdeutlichung geschieht unter Mithilfe der sehr genauen Anweisungen zur Darstellung von Gestik und Mimik, des Blickkontaktes und der Berührungen der aufgestellten Familie. Es ist ebenfalls möglich, spontanen Bewegungsimpulsen („Familien-Streß-Ballett)“) der Stellvertreter nachzugehen. Hierbei zeigt sich unter anderem, welchen Preis jedes Familienmitglied für die gestörten Prozesse seines Systems bezahlt und zwar auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Dies alles dient dann weiter als Grundlage für eine emotionale Neuordnung und der bewussten Änderungsmöglichkeit von Kommunikationsmustern sowie der energetischen Wiederherstellung eines gesunden Gleichgewichtes innerhalb des Familiensystems.
|